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vhs.lebensphasen

ist eine Zusammenstellung von Veranstaltungen für Jugendliche, Familien und Senioren.

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Kursnummer: 202-52305

Info: Achtung! Anmeldung unbedingt erforderlich!
Die Fähigkeit, sich anzupassen und unter härtesten Bedingungen zu arbeiten, ließ das Pferd über Jahrtausende zu einem zuverlässigen starken Helfer des Menschen werden. Wie die Römer nutzten auch die alten Bergleute in unserer Region Pferde Über Tage zum Antrieb von hölzernen Windwerken, um Grubenwasser und Kohlen aus den Schächten zu heben. Bei der schlechten Infrastruktur am Ende des achtzehnten Jahrhunderts gab es zum Packpferd kaum eine Alternative beim Transport der Kohlen zum Verbraucher. Unter Tage wurden Pferde erstmals 1853 zum Ziehen von Kohlenwagen auf den Essener Zechen Amalie und Victoria Matthias benutzt. Bis 1882 hatten 2200 Pferde 15000 Förderleute als "Schlepper" ersetzt. Für die Zechenbesitzer hatte der Einsatz der Tiere in vielfacher Hinsicht Vorteile. Pferde waren erheblich leistungsfähiger und billiger als die schwer zu disziplinierenden Schlepper. Alle großen Streiks gingen von Schleppern aus. Diesen jungen, kräftigen, vielfach unverheirateten Männer, die von weither ins Ruhrgebiet kamen, war es egal, nach einem Streit Arbeitsplatz und Wohnung zu verlieren. Fanden sie doch auf anderen Schachtanlagen wenn nicht in Dortmund, dann eben in Bottrop schnell wieder Arbeit. Die Grubenpferde mieten die Schachtanlagen bei speziellen Verleihfirmen, da sie keine Fachleute für die Beschaffung und Versorgung der Tiere bereitstellen wollten. Größter Pferdeverleiher war die Firma Bischoff. Zur Blütezeit standen in ihrem Stall in Gelsenkirchen 6000 Pferde. Beim Studium der Verleihverträge und der Schichtenzettel - Pferde wurden von den Steigern wie Bergleute geführt - sind Parallelen zu den heutigen Zeitarbeiterfirmen unübersehbar. Kleine leistungsfähige Lokomotiven begannen nach dem Ersten Weltkrieg die Grubenpferde zu verdrängen. 1905 arbeiteten unter Hombruch mehr als hundert Pferde. Die letzten fünf Pferde wurden 1955 auf der Zeche Gottessegen in Pension geschickt.
Mit Hilfe von Filmen, Bildern und Grafiken zeichnet der Vortrag die Geschichte der Grubenpferde und ihren Alltag Unter Tage nach.

Termin: Fr. 27.11.2020 (17:45 - 19:15 Uhr)

Kosten: entgeltfrei €

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  • VHS Kampstraße, 1.14
    Kampstraße 47
    44137 Dortmund
Datum Zeit Straße Ort
Fr. 27.11.2020 17:45 - 19:15 Uhr Kampstraße 47 VHS Kampstraße, 1.14

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