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Kursnummer: 211-53211W

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Persönliche Reife - Dialoge über philosophische Tugenden
(drei Vorträge mit jeweils anschließender Diskussion)

Weisheit, Gelassenheit und Klugheit sind Tugenden, mit denen sich das Leben meistern lässt. Man kann diese Geisteshaltung aber nicht gewollt herbeiführen. Es braucht Zeit, damit sie sich in uns entwickelt.
In drei Vorträgen wird jeweils eine dieser Tugenden vorgestellt und diskutiert. Der Bezug zu unserem Leben steht im Zentrum, es kommen aber auch jeweils zwei Philosophen aus verschiedenen Epochen zu Wort, zwischen denen ein Streitgespräch entsteht. Nachdem sie ihre Argumente ausgetauscht haben, führen wir die Überlegungen weiter und prüfen, welche Bedeutung dies für unsere Lebenswirklichkeit hat.

1. Gelassenheit und Glück: Seneca (4.v.Chr. - 65 n.Chr.) und Martin Heidegger (1889-1976) Wer sich zurücknehmen kann, erfährt das Glück der inneren Ruhe. Vor allem junge Menschen wollen die Welt verändern. Doch oftmals ist es besser, den Lauf der Dinge zuzulassen, denn wer eingreift wird ergriffen. Aus einer unbeteiligten Position heraus behält man den Überblick und die Kontrolle - vielleicht verpasst man aber etwas Erlebenswertes. Seneca und Heidegger suchen das rechte Maß zwischen Engagement und Zurückhaltung.

2. Wissen und Weisheit: Michel de Montaigne (1533-1592) und Karl Raimund Popper (1902-1994):
"Alles ist im Fluss." Wer viel erlebt hat, weiß um die Wandelhaftigkeit der Dinge in der Zeit.
Gibt es trotz permanenter Veränderung bleibende Wahrheiten und zeitloses Wissen, von dem ein weiser Mensch berichten kann? Montaigne und Popper zweifeln daran und erweisen vielleicht gerade dadurch, dass sie weise sind. Doch ihre Argumente fordern zum Widerspruch und zur Diskussion auf. Dabei werden wir auch klären, warum wir auf Wahrheit nicht verzichten können.

3. Klugheit und Kompetenz: Aristoteles (385 - 323v.Chr.) und Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951)
Wer Erfahrungen gesammelt hat, der kann aus Situationen des Lebens Sinn und Bedeutung lesen. Klugheit ist ein Gespür für die Sache bzw. Personen, mit denen man zu tun hat. Diese Form der Intelligenz unterscheidet sich vom Handeln nach Regeln. Manchmal ist es besser, gegen eine geltende Regel bzw. bewährte Gewohnheit zu verstoßen. Kluge Menschen haben sich die Kompetenz des situationsgerechten Urteils angeeignet. Aristoteles und Wittgenstein können diese Fähigkeit zwar nicht exakt definieren, aber ganz unterschiedlich umschreiben.

Im ersten Teil hören und sehen Sie von 19.00 bis 19.40 Uhr einen Impulsvortrag. Nach 5-10 Minuten Pause beginnen wir dann die von mir moderierte Diskussion (Dauer: 45 Minuten). Am Folgetag erhalten Sie per Mail den Link zu einem Kurz-Video, das den Vertiefungsgedanken visualisiert.
Wer wenig Zeit hat, hört nur den Impulsvortrag und schaut sich das Video zum Vertiefungsgedanken an.

Kursleitung: Dr. Jens Wimmers, Dozent an der Universität Bamberg und Sachbuchautor im Springer-Verlag

Zeitraum: Mo. 03.05.2021 - Mo. 05.07.2021 (19:00 - 20:30 Uhr)

Kosten: 0,00 €

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Datum Zeit Straße Ort
Mo. 03.05.2021 19:00 - 20:30 Uhr   vhs.online
Mo. 07.06.2021 19:00 - 20:30 Uhr   vhs.online
Mo. 05.07.2021 19:00 - 20:30 Uhr   vhs.online

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