Vortrag: Karl Ernst Osthaus und der Folkwang Impuls – Kunst für alle?
Anmeldung möglich
| Kursnummer | 26-60522 |
| Beginn | Do., 05.11.2026, 17:45 - 19:15 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Kampstraße 47 |
| Entgelt | 8,00 € MwSt. befreit |
| Teilnehmende | 5 - 20 |
| Zielgruppe |
Kursbeschreibung
Karl Ernst Osthaus (1874–1921) war einer der einflussreichsten Kulturvermittler des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Ziel war es, die Lebensbedingungen im Industriezeitalter nicht nur theoretisch zu verbessern, sondern seine Ideale einer neuen ästhetischen und sozialen Ordnung für eine breite Bevölkerung zugänglich und anwendbar zu machen. Da Osthaus seine Projekte aus privatem Vermögen finanzierte, verschmelzen seine persönliche Vision und sein institutionelles Handeln auf einzigartige Weise. Seine Initiativen sollten Ideen nicht bloß verbreiten, sondern sie in konkreten Formen vorleben. Ein wegweisendes Beispiel hierfür war die Eröffnung des Folkwang-Museums in Hagen im Jahr 1902. Als „Schule des Sehens“ sollte es die ästhetische Bildung fördern und die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung sensibilisieren. Ein besonderes Augenmerk legte Osthaus auf die Architektur, die er als besonders wirkmachtes Instrument gesellschaftlicher Veränderung verstand. Um diese komplexen Themen zu vermitteln, gründete er die Hagener Photographien- und Diapositivzentrale und schuf mit seinem Wohnhaus, dem Hohenhof, das Zentrum einer visionären, wenn auch nie vollständig realisierten Gartenstadt.In diesem Vortrag laden wir Sie ein, die wichtigsten Ideen, Projekte und Institutionen zu entdecken, die vom Museum Folkwang ausgingen, und zu erfahren, welche Spuren dieses Wirken bis heute hinterlassen haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Osthaus sich innerhalb eines weitgespannten Netzwerks positionierte, um eine maximale gesellschaftliche Reichweite zu erzielen – und welche spannungsvollen Diskrepanzen zwischen seinem hohen Anspruch und der Realität in seinen Projekten bis heute erkennbar sind.
Lernziele:
• Kennenlernen der zentralen Lebensstationen und Visionen von Karl Ernst Osthaus
• Analyse des Museums Folkwang als „Schule des Sehens“ und Ort der ästhetischen Bildung
Die Veranstaltung richtet sich an:
• Interessierte an Kunst- und Kulturgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts
Lernmethoden:
• Fachvortrag mit visueller Begleitung
Wichtige Hinweise:
• Eine Anmeldung im Voraus ist erwünscht.
VHS, Kampstraße 47
Kampstraße 4744137 Dortmund
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
05.11.2026
Uhrzeit
17:45 - 19:15 Uhr
Ort
Kampstraße 47,
VHS Kampstraße, Raum 1.12
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