Politik, Gesellschaft, Ökologie

Die Veranstaltungen widmen sich gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Themen und gehen der Frage nach, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Alltagsfragen und „Weltfragen“ rund um den Klimawandel, Demokratie etc. werden miteinander verbunden, um komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Ziel ist es, zur aktiven Bürgerschaft und Partizipation beizutrage

Kursdetails

Wie man ein Volk einseift!

Anmeldung möglich

Kursnummer 22-52304
Beginn Di., 18.10.2022, 19:30 - 21:00 Uhr
Dauer 1 Termin
Kursort Haus Rodenberg, Rodenbergstraße 36
Entgelt entgeltfrei
Teilnehmende 1 - 15

Kursbeschreibung

Wie man ein Volk einseift! - Kino und Literatur im Dritten Reich (1933-1945)
zwischen "Feuerzangenbowle" und "Jud Süss".
Kino und Literaturbetrieb wurden im Dritten Reich zu gewaltigen Unterhaltungs- und Propagandawaffen. Unter Goebbels wurde das Volk mit Hilfe der Kulturszene bei Laune gehalten. UFA Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann, Christina Söderbaum usw. dienten dem Regime als populäre Reklameträger. Ausgewählte Propaganda-Streifen wie "Hitlerjunge Quex" und "Jud Süß" sollten das Volk politisch auf Linie bringen. Im Literaturbereich verherrlichten Nazi-Autoren wie Zöberlein (Der Befehl des Gewissens) die NS-Bewegung. Regimekonforme Unterhaltungsware steuerten Humoristen wie Spörl (Die Feuerzangenbowle) bei. Kritische Stellungnahmen, wie sie vor 1933 in Film und Literatur üblich waren, fielen der Zensur zum Opfer. Andeutungen (wie z.B. in Ernst Jüngers "Marmorklippen") genügten, ihre Urheber in Schwierigkeiten zu bringen. Viele Schriftsteller (u.a. Wiechert) flüchteten in die innere Emigration oder ließen ihre Stücke - wie etwa Fallada - in der verpönten Weimarer Republik spielen. Irmgard Keun satirischer Roman "Nach Mitternacht", im holländischen Exil 1937 beendet, zeigt, wie sich die Menschen zwischen Luftschutzübungen, Goebbels-Reden und Führerbesuchen, in der ständigen Angst vor böswilligen Denunzianten, nach Liebe und Glück sehnten.

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