Vortrag: Irdische Paradiese – Utopie in Kunst und Architektur des 20. Jahrhunder
Anmeldung möglich
| Kursnummer | 26-60526 |
| Beginn | Do., 17.12.2026, 17:45 - 19:15 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Kampstraße 47 |
| Entgelt | 8,00 € MwSt. befreit |
| Teilnehmende | 5 - 20 |
| Zielgruppe |
Kursbeschreibung
Vorstellungen eines Paradieses sind tief in vielen Religionen verwurzelt und haben über Jahrtausende hinweg zahllose Erzählungen, Mythen und Bildwelten verschiedenster Kulturen geprägt. Allen diesen religiösen Entwürfen ist ein gemeinsamer Kern eigen: die Beschreibung eines Ortes absoluter Harmonie und Vollkommenheit. In den ursprünglichen Mythen ist das Paradies jedoch stets entzogen – es ist entweder bereits verloren gegangen oder liegt in einer fernen Zukunft; es existiert niemals im unmittelbaren Hier und Jetzt.Aus heutiger Perspektive würden wir diese Sehnsuchtsorte als Utopien bezeichnen. Beide Begriffe beschreiben unerreichbare Gegenwelten, die uns ein ideales Leben versprechen. Interessant ist hierbei die historische Entwicklung: In seinem wegweisenden Werk „Utopia“ aus dem Jahr 1516 beschrieb Thomas Morus eine ideale Gesellschaft, die zeitgleich mit dem Erzähler existierte. Erst viel später wandelte sich die Utopie zu einem ortlosen Ideal in einer unerreichbaren Zukunft, wodurch der Begriff eine eher negative Konnotation erhielt. Wenn wir heute etwas als „utopisch“ bezeichnen, meinen wir damit meist, dass ein Vorhaben unrealistisch ist und es kaum sinnvoll erscheint, es weiter zu verfolgen.
Nach einem kurzen Exkurs in die Begriffsgeschichte und die frühen Vorstellungen von Ideallandschaften gibt dieser Vortrag einen spannenden Einblick in die künstlerischen Versuche des 20. Jahrhunderts. Wir untersuchen gemeinsam, wie Künstlerinnen und Künstler versuchten, Utopien in der Realität zu verwirklichen und dem Paradies auf Erden ein Stück näher zu kommen.
Lernziele:
• Verständnis der historischen Entwicklung vom religiösen Paradies zur modernen Utopie
• Einblick in die künstlerischen Bestrebungen des 20. Jahrhunderts zur Gestaltung idealer Welten
• Reflexion über das aktuelle Verständnis von Utopien in unserer Gesellschaft
Die Veranstaltung richtet sich an:
• Interessierte Personen aus allen Bereichen, die sich für Kultur- und Geistesgeschichte begeistern
Lernmethoden:
• Fachvortrag mit visueller Unterstützung
Wichtige Hinweise:
• Die Veranstaltung ist unabhängig von Vorkenntnissen in Kunstgeschichte oder Theologie konzipiert.
VHS, Kampstraße 47
Kampstraße 4744137 Dortmund
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
17.12.2026
Uhrzeit
17:45 - 19:15 Uhr
Ort
Kampstraße 47,
VHS Kampstraße, Raum 1.12
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